Als erstes werden folgende vier Dateien benötigt:
Folgendes wird auf dem "Client" benötigt:
Sollten auf der Festplatte Daten gespeichert sein, so müssen diese vor Beginn der Installation unbedingt gesichert werden, denn die Festplatte wird neu partitioniert und formatiert!
Wird die Box nun mit einer neuen (leeren) Festplatte gestartet, geht sie automatisch in den EM-Mode. Ist die HD hingegen schon mit dem Original-System eingerichtet, muss über eine Telnet-Verbindung der EM-Mode vorbereitet werden:
echo -n "NGNG" > /dev/fl3
reboot
Dann lautet die IP der Box standardmäßig 192.168.11.150/255.255.255.0 (der eigene Rechner muss dazu im selben Subnetz sein):
telnet 192.168.11.150 und login als "root".
Als nächstes muss die Datei "EM_mode_binaries.tar.gz" in das Verzeichnis /tmp der KuroBox per FTP geladen werden.
Dann über Telnet folgende Befehle ausführen:
cd /
tar xvzf /tmp/EM_mode_binaries.tar.gz
Nun folgt ein Beispiel für eine mögliche Partitionierung der Festplatte ("/" muss zwingend hda1 sein, dies wird dem Kernel beim Booten übergeben!):
fdisk /dev/hda
Man kann sich zuerst mit p die aktuelle Belegung anzeigen lassen. Dann mit d alle Partitionen löschen.
Nun mit n und folgendem p eine neue primäre Partition erstellen mit der gewünschten Größe. Alle weiteren Partitionen ebenso.
Zum Schluß nochmals mit p die neue Partitionstabelle überprüfen - und bei Gefallen mit w schreiben (siehe auch man fdisk).
Dann die neu erstellten Partitionen mit dem ext3-Filesystem formatieren (nicht swap!):
for i in 1 3 5 6 ; do mke2fs -j /dev/hda$i ; done
... wobei i für die verschiedenen Partitionen steht. SWAP wird mit mkswap /dev/hda2 erstellt.
Jetzt kann das Basissystem installiert werden!
mkdir /gentoo
mount -t ext3 /dev/hda1 /gentoo
mkdir /gentoo/var
mount -t ext3 /dev/hda3 /gentoo/var
Nun müssen die drei restlichen Dateien "system-[Releasedate].tar.bz2", "portage-snapshot-[Releasedate].tar.bz2" und "portage-overlay-[Releasedate].tar.bz2" per FTP ins Verzeichnis /gentoo geladen werden... ("[Releasedate]" muss mit dem jeweiligen Datum ersetzt werden - auch bei allen folgenden Operationen!)
... und das Basissystem über Telnet entpackt werden:
cd /gentoo
tar xvjf system-[Releasedate].tar.bz2
In die Gentoo Basisinstallation kann nun chrooted werden:
mount -t proc none /gentoo/proc
cp -L /etc/resolv.conf /gentoo/etc/
chroot /gentoo /bin/bash
source /etc/profile
Nun muss die Datei /etc/make.conf für die Kurobox geändert werden:
nano -w /etc/make.conf
Generelle Fragen zu Portage und der make.conf werden im Gentoo Handbuch erklärt.
Folgende zwei Zeilen aber unbedingt zur make.conf hinzufügen (ans Ende der Datei) - evtl. mit anderen Servern:
GENTOO_MIRRORS="ftp://linux.rz.ruhr-uni-bochum.de/gentoo-mirror/ ftp://ftp.join.uni-muenster.de/pub/linux/distributions/gentoo"
SYNC="rsync://rsync.europe.gentoo.org/gentoo-portage"
Als nächstes werden die Portage-Verzeichnisse erstellt und der Snapshot darin entpackt:
mkdir -p /var/portage/tree
cd /var/portage/tree
tar xvjf /portage-snapshot-[Releasedate].tar.bz2
Ebenso der Overlay:
cd ..
mkdir -p overlays/kurobox
cd overlays/kurobox
tar xvjf /portage-overlay-[Releasedate].tar.bz2
Außerdem müssen die Verzeichnisse für Distfiles und Binärpakete erstellt werden:
cd ../..
mkdir packages
mkdir distfiles
Zusätzlich muss ein Portage-Profil erstellt werden welches Details über diese Basisinstallation enthält:
cd /etc
ln -s ../var/portage/overlays/kurobox/profiles/kurobox-0.1 make.profile
Die aktualisierung des Portage-Caches erfolgt mit emerge metadata (dauert etwas...).
Ein emerge -pv system sollte nichts aktualisieren wollen - wenn doch, dann mit emerge --sync upgraden oder auf später verschieben.
Nun muss die /etc/fstab konfiguriert werden: → nano -w /etc/fstab
<fs> <mountpoint> <type> <opts> <dump/pass>
/dev/hda1 / ext3 noatime 0 1
/dev/hda2 none swap sw 0 0
/dev/hda3 /var ext3 noatime 0 2
/dev/hda5 /media1 ext3 noatime 0 2
/dev/hda6 /media2 ext3 noatime 0 2
none /proc proc defaults 0 0
none /dev/shm tmpfs defaults 0 0
Die Verzeichnisse für die Mountpoints werden mit mkdir /media1 und mkdir /media2 erstellt.
Das Passwort für "root" sollte ebenfalls festgelegt werden: passwd
Ein User erstellt man mit
useradd Fritz -m -G users,wheel -s /bin/bash
dessen Passwort setzt man mit passwd Fritz.
Ebenfalls existenziell ist die Konfiguration des Netzwerks: nano -w /etc/conf.d/net.
Diese Datei sollte selbsterklärend sein...
Dann wird der Dienst mit rc-update add net.eth0 default zum Standard-Runlevel hinzugefügt, damit er automatisch beim Booten der KuroBox gestartet wird.
Weiterhin kann ein Rechnername eingestellt werden, z. B. echo KuroBox > /etc/hostname (/etc/hosts dann aktualisieren).
Nun kann sshd gestartet werden, es ist in der Basisinstallation enthalten: /etc/init.d/sshd start (zwei Fehlermeldungen mit "No such file or directory" sind vorerst nicht bedenklich...)
Eine SSH-Verbindung von einem anderen Rechner aus mit ssh root@192.168.11.150 sollte nun aufgebaut werden können. Verbindung wieder beenden mit "exit".
Nun sshd wieder anhalten (/etc/init.d/sshd stop) und mit rc-update add sshd default zum Standardrunlevel hinzufügen.
Mit rc-update show sollten nun sowohl "net.eth0" als auch "sshd" im default-Runlevel sein!
Das Wichtigste ist nun erledigt und die Box kann neu gestartet werden - nachdem noch ein paar kleine Dinge erledigt worden sind:
exit die chroot-Umgebung beendenumount /gentoo/varumount /gentoo/procumount /gentooecho -n "OKOK" > /dev/fl3 (hiermit wird der EM-Mode beendet)shutdown -r now (KuroBox wird neu gebootet)
Jetzt vorsichtshalber hinsetzen und Luft anhalten (nicht wirklich ;-) ) solange die Box bootet... :o
Zeigen die LEDs keine Regung mehr (bzw. haben Dauerleuchten) kann die Box angepingt werden mit ping 192.168.11.150.
Kommen Antwortpakete zurück stehen die Chancen schonmal nicht schlecht dass die SSH-Verbindung klappen könnte...
ssh root@192.168.11.150
Klappt diese: Gratulation!!
Wenn nicht: Reboot mit gedrückter roter Taste (Rückseite der Box), nochmal "echo -n "OKOK" > /dev/fl3 um den EM-Mode zu beenden, Festplatten-Jumper überprüfen, eine längere Ruhezeit mit abgezogenem Netzkabel (um Speicher zu leeren).
Geht lediglich die SSH-Verbindung nicht: Im EM-Mode booten, Telnet-Verbindung aufbauen und Einstellungen überprüfen!
Ein Hinweis zur Funktion der Buttons:
Empfehlenswert ist nun die Installation der Module für die Kernel-Sourcen:
Für die normale KuroBox lautet der Befehl: emerge modules-kurobox
Für die KuroBox HG: emerge modules-kurobox-hg
Beide Pakete sind über den Overlay erhältlich.
Nun kann sämtliche Software aus dem Gentoo-Portage ohne weitere Probleme installiert werden (vorausgesetzt die Box hat ausreichend Leistung dafür). Die Linux-Tipps sind unter Umständen auch hilfreich - ebenso bei Bedarf das Gentoo Security Handbook.
Interessant wären etwa folgende Pakete: rdate, syslog-ng, vixie-cron, gentoolkit, thttpd, smartmontools, zip.
Das Innenleben einer KuroBox HG:
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