Voraussetzung: In allen erforderlichen Rechnern ist eine Netzwerkkarte (onboard/ Steckkarte) installiert und funktionsbereit!
Hinweis: Diese Anleitung ist auf Windows 2000/XP ausgelegt. Für Windows 95/98/ME ist sie sinngemäß ebenfalls gültig, jedoch können sich manche Einstellungen an einem anderen Ort befinden.
Diese Anleitung beruht auf der Verwendung von festen IP-Adressen. Auf die dynamische IP-Adresszuweisung durch einen DHCP-Server wird hier nicht weiter eingegangen, denn bei dynamischen IP-Adressen funktionieren bestimmte Dienste wie ein eigener Webserver, FTP-Server, Filesharing, ICQ o.ä. nicht mehr korrekt, da die benötigten Portweiterleitungen auf eine eingestellte IP-Adresse nicht mehr gültig sind (der entsprechende Rechner bekommt nach einem Neustart evtl. eine andere IP-Adresse zugewiesen).
Eine dynamische Adressvergabe ist nur dann sinnvoll, wenn keine Portweiterleitungen benötigt werden und Rechner des öfteren ins LAN kommen und gehen (z.B. über WLAN).
Als erstes muss ein laut der RFC1918 zugelassener IP-Adressbereich für private Netze augewählt werden.
Dies wären:
Für Heimnetzwerke mehr als ausreichend sollte der letzte Bereich sein (IP: 192.168.0.0 / Subnet: 255.255.255.0).
Um nun als Beispiel drei Rechner mit einem Router zu vernetzen, stellt man folgende Adressen ein:
Dies ist natürlich nur ein Beispiel, ein Router ist keine Vorausetzung für ein Netzwerk. Wer jedoch mehrere Rechner gleichzeitig auf das Internet zugreifen lassen will, wird um einen Router nicht herumkommen.
| IP-Adresse: 192 | Class C |
| Subnetmask: 255.255.255.0 | Standard für Class C |
| Anzahl der Hosts: | 2^8-2 = 254 |
| Anzahl der Netzwerke: | 1 |
| 192.168.0.0 | Hauptnetzwerkadresse |
| 192.168.0.255 | Broadcastadresse |
Die Subnetmask 255.255.255.0 besagt, dass alle Rechner, bei denen die ersten drei Zahlenblöcke in der IP-Adresse gleich sind, zu einem Netz gehören, sich also direkt ohne eine Zwischenstation (Gateway) finden können. Siehe hierzu auch die Informationen zu TCP/IP.
Über Start → Einstellungen → Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen erscheint folgendes Fenster:


Mit einen Rechtsklick auf die LAN-Verbindung wählen Sie "Eigenschaften" aus!

Hier reicht es, wenn ausschließlich das TCP/IP-Protokoll installiert ist! Andere Protokolle wie NetBEUI oder IPX/SPX sind nicht nötig - für Windows-Freigaben eher hinderlich (bzw. konfigurationsaufwändig), deswegen am Besten komplett deinstallieren.

Ein Klick auf "Internetprotokoll (TCP/IP)" und dann "Eigenschaften" führt zu den Adress-Einstellungen.
Bei den erweiterten Einstellungen sollte unter der Registerkarte "WINS" der Punkt "NetBIOS über TCP/IP deaktivieren" ausgewählt werden:

Nach einer Bestätigung mit "OK" übernimmt Windows diese Einstellungen (benötigt einen Augenblick) und das Netzwerk ist eingerichtet.
Sind alle Rechner nach diesem Vorgehen eingerichtet (keine IP-Adresse darf doppelt vorkommen!), müssten sich die Rechner "anpingen" lassen.
Der ping-Befehl wird über die DOS-Eingabeaufforderung versendet:
Im Menü auf "Start" → "Programme" → "Zubehör" → "Eingabeaufforderung" erscheint folgendes Fenster:

Geben Sie nun zur ersten Überprüfung den Befehl "ipconfig" ein:

Das Ergebnis müsste dem obigen in etwa ähnlich sein (anstatt "WLAN" nur "LAN").
Dann geben Sie den Befehl "ping", gefolgt von der anzupingenden IP-Adresse ein:

Um nach obigem Beispiel den Rechner-1 anzupingen, tippen Sie "ping 192.168.0.2" (ohne Anführungszeichen).
Sollte dieser Ping nicht ankommen bzw. die Meldung "Zeitüberschreitung der Anforderung", so ist dieser Rechner nicht erreichbar oder nicht richtig konfiguriert. In diesem Fall müssten Sie nochmals alle obigen Einstellungen überprüfen (keine Tippfehler?). Finden Sie keinen Fehler und haben alle Rechner neu gebootet, und der Ping funktioniert immer noch nicht, könnten Sie evtl. die Netzwerkkarte in einen anderen PCI-Slot wechseln (kann Wunder wirken...).
Windows bietet die Möglichkeit, Ordner für andere Netzwerkteilnehmer freizugeben, d.h. andere Nutzer können diesen Ordner sehen und darauf zugreifen.
Voraussetzung dafür ist, dass sich alle entsprechenden Rechner in der selben Arbeitsgruppe befinden!
"Start" → "Einstellungen" → "Systemsteuerung" → "System" → Registerreiter "Netzwerkidentifikation" → "Eigenschaften"

Dieser Rechner mit dem Namen "Rechner-1" befindet sich z.B. in der Arbeitsgruppe "NETZWERK". Beide Namen sind frei wählbar und müssen keinen besonderen Aufbau haben, der Rechnername muss jedoch eindeutig sein (darf also nicht mehrfach im LAN vorkommen), und der Name der Arbeitsgruppe muss in allen Rechnern der selbe sein.
Freigabe eines Ordners: Im Explorer Rechtsklick auf den Ordner, "Freigabe..." auswählen:

Dieser Ordner ist unter dem Namen "Offen" für andere Benutzer freigegeben. Hier sind diverse Einstellungen möglich, wie z.B. max. Benutzeranzahl, Berechtigungen (Vollzugriff/Lesen/Schreiben). Unter der Registerkarte "Sicherheitseinstellungen" kann der Zugriff nur auf bestimmte Personen spezialisiert werden (mit unterschiedlichen Rechten):

Einen freigegebenen Ordner kann von anderen Rechnern über die "Netzwerkumgebung" gesehen werden.
Man kann auch versteckte Freigaben erzeugen indem man an das Ende des Namens das "$"-Zeichen anhängt, also z.B. "Versteckt$". Dann erscheint diese Freigabe nicht in der Netzwerkumgebung. Eine Verbindung zu diesem Laufwerk erfolgt dann über den Explorer über "Extras" → "Netzlaufwerk verbinden". Man gibt dann ein freies Laufwerk an und gibt den sog. UNC-Pfad ein, in der Form \\server-name\freigabe-name also z.B.: "\\Rechner-1\Versteckt$". Das geht übrigens auch mit ganz normalen Freigaben (nur dann ohne "$"). Nun hat man im Explorer unter dem gewählten Laufwerksbuchstaben eine Netzwerkverbindung.
Genauso können im Netzwerk auch ganze Partitionen, Festplatten, CD-Laufwerke, Drucker u.a. freigegeben werden. Auch hier genügt ein Rechtsklick auf das Symbol im Explorer und dann auf "Freigabe", wo auch ein entsprechender Name vergeben werden kann.
Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit!
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